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DB treibt CO2–Reduktion zügig voran

DE.WEBTRAINS.NET
08/08/2008 UM 11 UHR 56

Die Deutsche Bahn will nach Mehdorns Worten vor allem ihr Potenzial zur Bildung öko-effizienter Transport- und Reiseketten über alle Verkehrsträger hinweg ausschöpfen und Verkehre zunehmend auf energieeffiziente Verkehrsmittel verlagern. Mehdorn sagte heute in Berlin bei der Vorstellung des DB-Klimaprogramms: „Ressourcensparende Logistik, Energieeffizienz und niedrigere CO2-Emissionen sind künftig maßgebliche Erfolgsfaktoren im Personen- und Güterverkehr. Hier ist der DB-Konzern hervorragend aufgestellt. Mit unserer starken Eisenbahn als Herzstück treiben wir ökonomisch und ökologisch eine intelligente Vernetzung der Verkehrssysteme voran. Beispielhaft zeigt damit die DB sowohl der Wirtschaft als auch der Gesellschaft, dass Mobilität klimaverträglich organisiert werden kann.“ So spart DB Schenker beispielsweise durch die Anfang Juni erfolgte Verlagerung von Trailern von der Straße auf die Schiene zwischen Wels (Österreich) und Rostock wöchentlich rund 120.000 Lkw-Kilometer und dadurch zwei Drittel der bisherigen CO2-Emissionen ein. Oder: Im Vergleich zum Lufttransport könnten durch einen beschleunigten Schienentransport von China nach Deutschland rund 95 Prozent des emittierten Treibhausgases CO2 eingespart werden, wenn der Landweg per Schiene zum Zuge kommt. „Dass wir dies leisten können, haben wir bereits unter Beweis gestellt“, betonte Mehdorn.

Die Stellhebel zur konzernweiten CO2-Reduktion orientieren sich an den bereits erfolgreich angewandten Maßnahmen im Eisenbahnbereich. So werden erhebliche Einspareffekte durch die Modernisierung der Fahrzeugflotte erzielt – die neue S-Bahn-Generation der BR 423 braucht beispielsweise um 56 Prozent weniger Strom als die bisherige Baureihe 420. Eine Verlagerung von Verkehren auf die Schiene, dort wo es sinnvoll ist, zahlt ebenfalls auf das Energieeinsparkonto ein. Bis zu zehn Prozent Strom bringt außerdem das energiesparende Fahren, nochmals rund acht Prozent die Rückspeisung von Bremsenergie ins Netz. Nicht zuletzt der Einsatz regenerativer Energieträger sowie Einsparungen in den stationären Bereichen wie Bahnhöfen und Niederlassungen sichern den hohen Gesamteinspareffekt.

Dr. Lutz Bücken, Generalbevollmächtigter Systemverbund Bahn, unterstreicht, dass trotz steigender Verkehrsleistungen der absolute CO2-Ausstoß im Schienenverkehr gesunken ist. „Das ist das Ergebnis von 15 Jahren Erfahrung, die wir mit unseren Effizienzprogrammen im Schienenverkehr gesammelt haben. Von 1990 bis 2002 konnten wir den spezifischen CO2-Ausstoß um 25,9 Prozent senken und seitdem noch einmal um 12,8 Prozent. Das Know-how wollen wir nun für das Klimaschutzprogramm des gesamten Konzerns nutzen.“

Der DB-Konzern legte in Berlin erstmals eine konzernweite Treibhausgas-Emissionsbilanz vor. Demnach wurden durch Fahrzeuge und Anlagen der Bahn sowie durch die Subauftragnehmer der Logistikkette weltweit 23 Millionen Tonnen CO2 emittiert. Die effektiven Emissionswerte: Bei durchschnittlicher Auslastung fallen bei einer Fahrt mit einem ICE oder IC weniger als 50 Gramm CO2 pro Person und Kilometer und damit rund zwei Drittel weniger als bei der Fahrt mit einem Pkw oder sogar rund 75 Prozent weniger als bei einem Flug an. Noch deutlicher sind die Unterschiede im Güterverkehr. Hier verursacht die Bahn nur 24 Gramm CO2 je Tonnenkilometer, während beim Lkw 88 und bei der Luftfracht 665 Gramm CO2 anfallen.

Die Broschüre „ Mobilität sichern – Klima schützen“ ist kostenlos erhältlich bei der Deutschen Bahn AG, Systemverbund Bahn, DB Umweltzentrum, Caroline-Michaelis-Straße 5 -11, 10115 Berlin. Unter den folgenden Links hält die Deutsche Bahn AG weitere Umweltinformationen und Services bereit:

Umbau des Bahnhofs Mülheim

In einem Spitzengespräch anlässlich einer Bahnhofskonferenz in Mülheim einigten sich heute der Bund, das Land, die Stadt und die Deutsche Bahn AG gemeinsam auf einen zügigen Projektstart zur grundlegenden Modernisierung des Hauptbahnhofs.

Erneuerung des historischen Buschtunnels

Die Finanzierung zur Erneuerung des historischen Buschtunnels steht. Vertreter des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie der DB Netz AG haben jetzt die entsprechende Vereinbarung dazu unterzeichnet.

Passiven Schallschutz in Asperg

Im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ beginnt in die Bahn in Kürze mit der Bestandsaufnahme für Maßnahmen des passiven Schallschutzes in Asperg.

Betonage für Eisenbahnbrücke über die Oder

Ab jetzt fließt der Beton für die Erneuerung der Eisenbahnbrücke über die Oder bei Frankfurt (Oder). Bis Ende September werden die neuen Vorlandbrücken der wichtigen Ost-West-Verbindung über die Oder betoniert. Über 400 LKW-Ladungen Beton – rund 3.900 Kubikmeter – werden verarbeitet.

S-Bahn Hamburg erweitert Sicherheitskonzept

Mit einem erweiterten Konzept geht die S-Bahn Hamburg auf das Sicherheitsbedürfnis ihrer Fahrgäste ein. Neben der bewährten Bestreifung von Bahnhöfen und Zügen durch Sicherheitspersonal und die enge Zusammenarbeit mit der Bundespolizei wird die technische Überwachung erheblich ausgeweitet.

Bahn errichtet Schallschutzwände in Frankfurt

Bis voraussichtlich Oktober 2009 entstehen entlang der Bahngleise im Bereich zwischen Seehofstraße und Ziegelhüttenweg Schallschutzwände. Die Gesamtlänge der 2 Meter hohen Lärmschutzwände beträgt über 2.100 Meter.

Modernisierung der Station Viersen

Die Deutsche Bahn führt die Modernisierung der Station in Viersen im Juli weiter fort.

DB mit neuen Dieseltriebzügen für den Nahverkehr

Die Deutsche Bahn AG hat Verträge über bis zu 180 Dieseltriebzüge (VT) für den Nahverkehr mit den Firmen Alstom, Siemens und Stadler abgeschlossen. DB Regio AG kann die Fahrzeuge bei Bedarf aus diesen Verträgen in Höhe von rund 430 Millionen Euro bis 2011 abrufen.

S-Bahn Berlin stimmt mit großem Familienfest ein

Mit einem großen Kinder- und Familienfest stimmt die S-Bahn Berlin auf die bevorstehenden Sommerferien ein.

Neubau der Eisenbahnüberführung in Wildau

In Wildau erfolgt der Neubau einer Eisenbahnüberführung über die Bergstraße auf Grund des geplanten Rückbaus des Bahnüberganges Bergstraße. Im Zuge der Baumaßnahmen wird heute ein Betonrahmen eingeschoben.

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